Der Haushaltsentwurf für das Jahr 2026 zeigt: Auch unter schwierigen finanziellen Bedingungen setzt der Ilm-Kreis auf soziale Verantwortung, Zukunftsinvestitionen und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Für die SPD-Kreistagsfraktion steht dabei der Mensch im Mittelpunkt. Das machte ich als Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion gegenüber dem Freien Wort in der Ausgabe vom 23.02.2026 deutlich.
Ein besonders wichtiges Signal ist die Einführung des Kinder- und Jugendtickets zum Monatspreis von 34 Euro. Damit wird jungen Menschen und Familien echte Entlastung geboten. Gleichzeitig stärkt dieses Angebot den öffentlichen Nahverkehr und macht den Landkreis attraktiver für die nächste Generation.
Ebenso begrüßen wir die Fortführung des Seniorentickets sowie der Mobilitätstickets für hilfsbedürftige Menschen nach dem SGB XII. Mobilität ist eine Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Sie darf nicht vom Geldbeutel abhängen. Gerade ältere Menschen und Menschen in schwierigen Lebenslagen müssen weiterhin die Möglichkeit haben, selbstbestimmt am Leben im Landkreis teilzunehmen.
Trotz angespannter Haushaltslage investiert der Landkreis weiterhin in zentrale Zukunftsbereiche: Schulen, Infrastruktur, Digitalisierung sowie Kinder- und Jugendarbeit. Diese Investitionen sind entscheidend, um langfristig gute Lebensbedingungen zu sichern. Der Landkreis darf nicht auf eine reine Verwaltungsfunktion reduziert werden, sondern muss aktiv gestalten.
Gleichzeitig steht der Kreishaushalt vor großen Herausforderungen. Besonders im Bereich der Sozialausgaben und Personalkosten zeigt sich, dass viele Aufgaben vom Bund und Land übertragen werden, ohne vollständig finanziert zu sein. Diese strukturelle Unterfinanzierung belastet die kommunale Ebene erheblich.
Als SPD setzen wir deshalb auf vorbeugende Sozialpolitik. Investitionen in Frühe Hilfen, Jugendhilfe, Familienarbeit sowie Übergänge in Ausbildung und Beruf zahlen sich langfristig aus. Jeder Euro, der frühzeitig in Unterstützung fließt, verhindert spätere soziale und finanzielle Folgekosten. Für uns ist klar: An Kindern und Jugendlichen darf nicht gespart werden.
Auch bei den Personalkosten setzen wir auf Augenmaß und Priorisierung. In stark belasteten Bereichen braucht es ausreichend Personal. Gleichzeitig wollen wir gemeinsam mit der Landrätin prüfen, wie Strukturen effizienter gestaltet werden können – nicht durch Kürzungen, sondern durch eine strategische Personalentwicklung.
Ein weiterer zentraler Punkt bleibt die Kreisumlage. Unser Ziel ist eine gerechte Balance zwischen Landkreis und Gemeinden. Wir brauchen mehr Planungssicherheit, gezielte Entlastungen für finanziell schwächere Kommunen und eine konsequente Überprüfung von Aufgaben und Strukturen. Nur so bleiben kommunale Handlungsspielräume erhalten.
Am Ende geht es um eine verantwortungsvolle Lösung, die den Landkreis arbeitsfähig hält und gleichzeitig die Städte und Gemeinden nicht überfordert.Die SPD-Kreistagsfraktion steht für eine Politik, die verbindet, vorsorgt und in die Zukunft investiert.
Wir gestalten den Ilm-Kreis sozial, gerecht und nachhaltig.